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(Foto: neurolle - Rolf / pixelio.de)

Top-250-Gemeinderanking 2015: Salzburg und Burgenland sind top

15. Juli 2015 | 10:15 Autor: PBMedia Österreich, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien

Wien (A) Das Magazin public präsentiert sein alljährliches Top-250-Ranking zur finanziellen Lage der österreichischen Städte und Gemeinden. Gemeinden im Burgenland und in Salzburg schneiden dabei am besten ab.

Die Ergebnisse des public Bonitäts-Rankings 2015 liegen vor. Der Trend der Vorjahre setzt sich fort. Im Detail zeigen sich aber einige Verschiebungen. Die Top-Gemeinden sind bunter geworden. Die obersten Ränge belegen Reith bei Kitzbühel (T), Gresten (NÖ), Langen bei Bregenz (V), St. Johann i. Pg. (S) und Weinitzen (St). Detaillierte Hintergrundinformationen zum Abschneiden dieser Gemeinden präsentiert public in der am 15. Juli erscheinenden Sonderausgabe.

Alljährlich beauftragt das Magazin public die Experten des KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung mit der Auswertung der Finanzen aller österreichischen Städte und Gemeinden. Insgesamt weisen die Gemeinden im Burgenland und in Salzburg heuer die besten Bonitätswerte auf. Im obersten Zehntel finden sich besonders viele burgenländische Gemeinden. Ausschlaggebend für das gute Abschneiden ist jedoch nicht die Finanzkraft, die im Österreichvergleich gering ist, sondern die niedrigen laufenden Transferzahlungen an das Land sowie die niedrigen Personal- und Sachausgaben. Die hohe Bonität der Salzburger Gemeinden ergibt sich aus den höheren Ertragsanteilen aus dem Finanzausgleichsystem und dem wesentlich größeren Abgabenaufkommen. Zudem machen sich die Reformen der letzten Jahre bezahlt, durch die ein weiterer Anstieg bei den Transferzahlungen eingebremst werden konnte. Interessant sind hier auch die Details: Vorne liegen eher größere Gemeinden und starke Wirtschaftsstandorte, wie die Bezirksstadt St. Johann, aber auch Bischofshofen.

In Summe zeigt sich im Ranking 2015 eine relativ gleichmäßige Verteilung nach Gemeindegrößenklassen mit zwei Besonderheiten: Gemeinden zwischen 2.501 und 5.000 EW haben die höchste Bonität. Die schlechteste Bonität weisen Kleinstgemeinden (bis 1.000 EW) bzw. Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern auf. Kleinstgemeinden sind tendenziell finanzschwach, haben jedoch aufgrund struktureller Probleme hohe Ausgaben je Einwohner. Gemeinden über 10.000 EW sind grundsätzlich finanzstark, tragen jedoch hohe Transferlasten an die Länder und indirekt an die kleineren Gemeinden. Sie übernehmen zudem zahlreiche zentralörtliche Aufgaben, die mit hohen Ausgaben verbunden sind und im Finanzausgleich nur unzureichend abgegolten werden.

Die erfolgreichsten Gemeinden werden auch dieses Jahr in der public Sonderausgabe 7/2015 eingehend beleuchtet. Aber nicht nur die Bonität steht im Fokus der Analysen, sondern auch das Kommunalsteueraufkommen sowie zahlreiche Standortfaktoren, die sich auf die Geschicke von Gemeinden auswirken.

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