< Zurück zur Übersicht

Sandra Falkner und Claudia Bergero, Alpengummi

Alpengummi - Kaugummi aus der Natur für die Natur

23. Juni 2020 | 08:04 Autor: WIRTSCHAFTSZEIT | Julia Köberl Vorarlberg, Tirol, Steiermark, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Burgenland, Liechtenstein, Deutschland, Startseite, Wien

Wien (A) Heimische Studentinnen entwickeln 100% natürliche Re-Weltinnovation zu handelsüblichen Plastik-Kaugummis. Mit Alpengummi haben zwei junge Österreicherinnen eine gesunde und umweltfreundliche Kaugummi-Alternative, die zu 100% aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen besteht, entwickelt. Die Idee ist dabei nicht neu. Bereits vor 9.000 Jahren wurde in Skandinavien auf Birkenpech oder in anderen Ländern auf Weihrauch gekaut, der erste Kaugummi aus den USA bestand ebenfalls aus Harz, wurde jedoch rasch durch günstige Kunststoffe ersetzt.

Im Jahr 2019 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren rund 9,97 Millionen Personen, die mehrmals pro Woche Kaugummi konsumierten.(Quelle: Statista) „Doch die wenigsten denken dabei nach, was sie sich – oft mehrmals täglich - in den Mund stecken. Denn die Kaumasse der handelsüblichen Produkte besteht hauptsächlich aus synthetischen Kunststoffen – also letztlich aus Erdölprodukten. Das erklärt auch, warum ausgespuckte Kaugummis in der Umwelt kaum verrotten.“, erklärt Alpengummi Co-Gründerin Sandra Falkner im Gespräch mit wirtschaftszeit die Problematik.

Die Story vom natürlichen Alpengummi aus Österreich
Alles begann mit einer Lehrveranstaltung rund um Innovationen im Forstsektor, die die beiden im Rahmen ihres Studiums der Umweltwissenschaften absolvierten. In dieser stießen die Studentinnen Sandra Falkner und Claudia Bergero auf den Rohstoff Harz, der einst eines der wichtigsten Exportgüter Niederösterreichs gewesen war. Rasch kam man zu der Erkenntnis, dass das antibakterielle Harz eigentlich schon seit jeher gekaut wurde und die Idee war geboren, die alten Traditionen wiederzubeleben und Kauen wieder zu einem natürlichen Erlebnis mit gutem Gewissen zu machen.
Etwa 3 Jahre hat die Produktentwicklung gedauert, seit einem Jahr werden die händisch hergestellten Alpengummis aus Föhrenharz, Birkenzucker und Bienenwachs in den Geschmacksrichtungen Waldminze und Erdbeere-Basilikum über Handelskooperationen on- und offline verkauft. Heute, 4 Jahre nach der auslösenden Lehrveranstaltung, starten die beiden jungen Damen mit ihren Alpengummis in die Phase der maschinellen Produktion. Zeitgleich wird gerade die dritte Sorte „WacholderZitronenverbene“ gelauncht und man arbeitet an einer Werbemittel-Variante für nachhaltig orientierte Unternehmen.
Der Preis ist mit 2,99 Euro für 10 Stück aufgrund der händischen Produktion und aufwändigen Verpackung noch relativ hochpreisig. Auch hier arbeitet man aber an einer Optimierung.

  • uploads/pics/1sandra_claudia_c__Wolfgang_Riepl.jpg
  • uploads/pics/beide_Sorten__c__Bergfalke_GmbH.jpg
  • uploads/pics/cns_hands.JPG

Alpengummi | Bergfalke GmbH

Vorgartenstraße 101/1/5, 1200 Wien
Österreich
+43 677 62419442

Details


< Zurück zur Übersicht