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UBIT Fachverband–Obmann Mag. Alfred Harl, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Mag.a Sonja Steßl, Bundesministerin für Familie und Jugend Dr. Sophie Karmasin, Co-Gründer & CEO Pioneers Mag. Andreas Tschas

13. Österreichischer IT- und Beratertag 2015 in Wien

30. November 2015 | 15:41 Autor: KRAFTKINZ Startseite, Wien

Wien (A) In der ausgebuchten Hofburg eröffnete Fachverbandsobmann Alfred Harl den 13. Österreichischen IT-& Beratertag, veranstaltet durch den Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT): „Österreich ist gut - wir haben viele ‚Hidden Champions‘. Wir wollen das Potential für ein Silicon Austria nützen!“ sagte Alfred Harl.

„Es soll nicht nur über Dinge, die schlecht laufen, gejammert werden. Die richtigen Schritte & Maßnahmen, um gemeinsam an die Spitze zurückzukehren, werden heute ins Zentrum gerückt.“ Österreich hat viel Potential. Tradition und Innovation schafft den notwendigen Vorsprung. Daher: Jodeln statt Jammern. Ein Jodel-Duo stimmte die Teilnehmer der Veranstaltung auf den Tag ein.

Den Anfang machten Bundesministerin für Familien und Jugend Dr. Sophie Karmasin und Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Mag.a Sonja Steßl. Auf die Frage, was das Ressort Familie und Jugend für die IKT-Branche tun könne, sprach Dr. Karmasin neben den massiven Auswirkungen der aktuellen Digitalisierungswelle auf die Wirtschaft auch deren Einflussfaktor und Gefahren für Familien und Jugendliche an. Zusätzlich griff die Ministerin die Themen Digi4Family zur Stärkung der Elternkompetenz, Vereinbarkeit & Digitalisierung sowie Bildung & digitale Schulwelt auf. Staatssekretärin Mag.a Steßl schloss hier nahtlos an und hob Österreichs Performance im E-Governement hervor: „Mein Ziel ist es, die Verwaltung für Bürger und Bürgerinnen effizient zu gestalten. Es soll für Amtswege auch einen digitalen Weg geben“, meinte die Staatssekretärin, die gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Harald Mahrer mit dem Entwurf zu einer „Digital Roadmap“ beauftragt wurde. Ziel ist es, die Zusammenführung der einzelnen Online-Strategien der verschiedenen Ministerien wie z.B. E Health, E-Government oder Cyber Security in einer Gesamtstrategie zu bündeln. Hier kündigte sie ab Jänner 2016 einen Open-Space-Prozess an.

True Economy” - eine Symbiose der Old und der New Economy
„Wir sind mitten in der nächsten industriellen Revolution! Technologien wie 3D-Printing, Artificial Intelligence, Robotics und Med Tech werden in Zukunft immer mehr das tägliche Leben prägen“, sagte Mag. Andreas Tschas, Co-Gründer und CEO von Pioneers. „Was momentan in den sprichwörtlichen „Garagen“ auf der ganzen Welt entsteht, wird morgen die Welt verändern.“ Als zentrales Thema erläuterte Andreas Tschas, wie ein Modell aussehen kann, bei dem Startups und Corporates in einer Symbiose zusammenarbeiten und voneinander profitieren könnten. Andreas Tschas gab die Antwort „True Economy” - eine Symbiose der Old und der New Economy. Dabei wurden einhellig als größte Barrieren die Kulturen aus der Old & New Economy genannt. Als Werte der Old Economy wurden Schlagworte, wie Nachhaltigkeit über Generationen und Solidität genannt. Geschwindigkeit, rasche Entwicklung, mögliches Scheitern und Gewinnteilung wurden der New Economy zugeordnet. „Pioneers wurde zu einer globalen Marke entwickelt. Wir freuen uns, dass Pioneers den Gründern von morgen eine Bühne bietet“, ergänzte Andreas Tschas und schloss mit den Worten: „Before it’s Science, it is Science Fiction.“

Die Garagen von heute sind die Co-Working-Spaces
Dr. Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend, Dr. Katharina Klausberger, Co-Founder Shpock, Mag. Dr. Eveline Steinberger-Kern, Geschäftsführerin The Blue Minds Company, Mag. Andreas Tschas, Co-Gründer und CEO Pioneers und Mag. Daniel Keiper-Knorr, CO-CEO Speedinvest vertieften die Thematik anschließend in einer Diskussionsrunde. Neben einer Kultur des Scheiterns wurden für Österreich mehr Wirtschafts- und Unternehmerfreundlichkeit und die richtigen Rahmenbedingungen gefordert, um Talente bzw. Start-Ups dazu zu bewegen, ihre Geschäftstätigkeiten nach Österreich zu verlegen.

Schwerpunkte aus Unternehmensberatung, Buchhaltung & IT
Am Nachmittag teilte sich die Veranstaltung und die unterschiedlichen Berufsgruppen boten Impulsreferate, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Seminare zu unterschiedlichsten Themen an. Von Kapitalisierung, wie Crowd-Funding über Mitarbeiter-Ressourcen, Datensicherheit und Quantencomputer bis hin zur Steuerreform, Kassenrichtlinien und Finanzprüfung wurden die verschiedenen Bereiche von Experten ihrer Branche erläutert.

Den Abschluss der Veranstaltung machten Podiumsdiskussionen zu zwei brandaktuellen Themen im großen Redoutensaal. Der stellvertretende Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Mag. Karl Hartleb diskutierte mit Dr. Andreas Reinstaller, Industrieökonom des WIFO und Dr. Hannes Swoboda, MEP ret. die Pros & Contras des transatlantischen Handelsabkommens TTIP. Die wichtigste Forderung war ein Mehr an Kommunikation & Information zu TTIP. Der Podiumstalk zum Thema Entbürokratisierung schloss die Veranstaltung würdig ab. Unter der Moderation von Hanna Kordik, Die Presse, tauschten sich Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg, Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität St. Gallen, Mag. Peter McDonald, ehem. Verbandvorstandsvorsitzender im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und Generalsekretär der ÖVP und Dr. Gexi Tostmann, Geschäftsführerin Tostmann Trachten Wien launig über Bürokratie & Vereinfachungen in dem Feld aus. „Einfachere Gesetze – weniger Bürokratie!“, sagte Prof. Keuschnigg und führte weiter aus: „Bürokratie kostet Zeit, Zeit ist Geld und das Geld muss jedes Unternehmen erst einmal verdienen!“

Das war der 13. Österreichische Beratertag 2014
Zum Abschluss fasste Obmann Harl die spannendsten Erkenntnisse und Themen des Tages nochmals kurz zusammen. Alle Diskussionsergebnisse werden nun in einer Expertengruppe und gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien zu einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst. Außerdem verwies er auf die Möglichkeit des interaktiven Austausches zu "Resourcing Unternehmertum" der von acht UBIT-Unternehmerinnen erfolgreich initiiert wurde. Nachlesen und weiterdiskutieren ist online möglich. Tradition und Innovation, Jodeln statt Jammern: nutzen wir die Möglichkeiten, die sich uns heute bieten und führen wir Österreich gemeinsam zurück an die Spitze!“ Mit diesen Worten schloss Obmann Alfred Harl den offiziellen Teil der Veranstaltung, der in eine Abendgala mündete.

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT
Mit mehr als 64.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen.

  • Bundesministerin für Familie und Jugend Dr. Sophie Karmasin, UBIT Fachverband-Obmann Mag. Alfred Harl
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  • Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Mag.a Sonja Steßl
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  • (Fotos: FV UBIT / Strasnik)
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