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Der Vorstand von Energie Burgenland: Michael Gerbavsits und Alois Ecker

Erfolgreiches Geschäftsjahr für Energie Burgenland

31. März 2016 | 15:39 Autor: Energie Burgenland Österreich, Burgenland

Eisenstadt (A) „Das Jahresergebnis zeigt: wir haben den Spagat geschafft zwischen investieren, die Preise für die Kunden zu senken und eine gute Dividende für das Land abzuliefern, damit das Land selbst investieren kann“, sagt  Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits bei der Präsentation des Jahresabschlusses.

“Trotz der herausfordernden Marktsituation konnten wir ein solides Wachstum erzielen und damit unsere Positionierung als Österreichs größter Ökostromproduzent weiter stärken“. Insgesamt konnte die Energie Burgenland den Umsatz um 6,83 Prozent auf 334,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr steigern (GJ13/14: 313,4 Mio.). Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist von 23,7 Mio. Euro auf 27,6 Mio. Euro (16,46%) gewachsen. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 ergab sich ein Jahresüberschuss von 22,3 Mio. Euro, ein Plus von 13,78 Prozent im Vorjahresvergleich (GJ13/14: 19,6 Mio.).

„Im vergangenen Jahr haben wir wichtige Meilensteine erreicht, durch die sowohl das Burgenland, die Burgenländer als auch die Umwelt profitieren werden.“ Mit Ende des Geschäftsjahrs 2014/2015 hat die Energie Burgenland die zweite Ausbauphase im Bereich der Windkraft beendet. Seit 2011 wurden in den Ausbau der Windenergieproduktion 800 Millionen Euro investiert. Heute stehen 221 Windenergieanlagen in 15 Windparks, die mit einer Gesamtleistung von 500 Megawatt 233.400 burgenländische Haushalte versorgen. Seit 2011 hat sich die Gesamtleistung der Windkraftanlagen mehr als verdoppelt und die burgenländische Ökostromproduktion hat mit einem Plus von 165% mehr als das Zweieinhalbfache erreicht. Die jährliche CO2-Einsparung liegt bei rund 690.000 Tonnen CO2. Zusätzlich wurde seit 2011 der Strompreis für die Kunden der Energie Burgenland kontinuierlich gesenkt. 2015 gab es für private Strom- und Erdgas-kunden eine Preissenkung um 5 Prozent, außerdem können mit dem Partnerbonus bis zu 10% zusätzlich gespart werden. Für Gemeinden wurde ebenfalls ein neues Paket entwickelt, mit dem bei Strom bis zu 20% und bei Erdgas bis zu 13% Ersparnis bei den jährlichen Energiekosten möglich sind.

Netzinvestitionen: stabile Stromversorgung gehalten, Erdgas-Sanierungsoffensive gestartet
Durch laufende Investitionen in das Stromnetz konnte auch die Versorgungssicherheit auf dem hohen Level gehalten werden: seit 2011 liegt die Verfügbarkeit bei Strom bei 99,99 Prozent. Somit zählt das Stromnetz der Energie Burgenland zu den sichersten in Europa. Neben dem Strombereich wurde im Geschäftsjahr 14/15 auch in ein Sanierungsprogramm bei Erdgas forciert: in den kommenden 15 bis 20 Jahren investiert die Energie Burgenland jährlich ca. 12 bis 13 Mio. Euro für die laufende Instandhaltung und Erneuerung des Erdgasnetzes. Zudem wurden in dem vergangenen Jahr 20 km Erdgasleitungen erneuert und 800 Hausanschlüsse saniert.

Mitte November startete Netz Burgenland mit dem Einbau der Smart Meter, den intelligenten Stromzählern, die die herkömmlichen Ferraris-Zähler künftig in allen burgenländischen Haushalten ersetzen werden. Die Vorbereitungen für eines der größten Projekte in der Unternehmensgeschichte laufen schon seit mehreren Jahren.

Insgesamt werden rund 200.000 Anlagen getauscht. Dies erfordert Gesamtinvestitionen von rund 50 Millionen Euro.

Photovoltaik und Biomasse als weiteres Standbein fördern  
„Wir sehen in der Ökostromproduktion mit Photovoltaik und Wärmeerzeugung mit Biomasse Potenzial für die Zukunft. Im vergangenen Jahr haben wir in den Bereichen einige Groß-Projekte umgesetzt“, sagt Alois Ecker. So produziert nun eine PV-Anlage am Dach des Güssinger Mineralwasserproduzenten jährlich rund 300.000 Kilowatt Ökostrom und beim Wasserleitungsverband in Eisenstadt 34.500 Kilowatt. Die Photovoltaikanlage in Eisenstadt versorgt 100 Vier-Personen-Haushalte mit Sonnenstrom. Zudem hat der Energiedienstleister ein neues Photovoltaik-Komfortpaket für Großkunden und Haushalte eingeführt, in dem alle Serviceleistungen von der Erstfinanzierung, der technischen Installation bis hin zur laufenden Wartung der PV-Anlage enthalten sind. Im Bereich der Biomasse wurde im Geschäftsjahr 14/15 mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Mio. Euro das Fernwärmenetzwerk in Eisenstadt ausgebaut und ein Biomasseheizwerk in Bad Tatzmannsdorf für rund 2,8 Mio. Euro errichtet.

Die Zukunft bringt neue Herausforderungen
Um sich auch zukünftig am wettbewerbsintensiven Energiemarkt in Österreich gut zu positionieren, entwickelt die Energie Burgenland neue Energiedienstleistungen für ihre Kunden sowie Maßnahmen zur innovativen Nutzung von Energie im Alltag. Ein Beispiel dafür ist der Fokus auf den Ausbau des Ladestationen Netzes im Burgenland. „Derzeit gibt es elf öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge im Burgenland. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Landenetzes machen wir die Elektromobilität zu einer ernstzunehmenden Alternative im Individualverkehr“, sagt Alois Ecker. „Diese Entwicklung treiben wir zusätzlich mit einer bundesländerübergreifenden Kooperation mit Wien Energie und EVN ab 2016 an, durch die das elektrische Fahren auf den österreichischen Straßen vereinfacht wird“.

Des Weiteren wird ein Schwerpunkt bei der Instandhaltung der Strom- und Erdgasnetze liegen, um den Burgenländern auch zukünftig die verlässlichste Energieversorgung Österreichs bieten zu können. Geplant ist auch die bestehenden Windparks mit leistungsstärkeren Windkraftanlagen auszustatten – das Stichwort heißt Repowering. „Indem wir unsere Windparks zu noch effektiveren und effizienten Ökostromproduzenten machen, in eine sichere Versorgung investieren und auch den Burgenländern zusätzliche Ökoenergie im Alltag anbieten, stärken wir gemeinsam das Burgenland für eine nachhaltige Zukunft. Wir nehmen unsere Rolle als burgenländischer Leitbetrieb sehr ernst“, sagen die Vorstände Michael Gerbavsits und Alois Ecker abschließend.

    Energie Burgenland AG

    Kasernenstraße 9, 7000 Eisenstadt, Österreich
    +43 5 7770-0

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